Wissenswertes
über Geinsheim


Geinsheim liegt in der Pfälzischen Rheinebene, einem Teil des Oberrheinischen Tieflandes. Der Ort ist jeweils etwa 12 km vom Pfälzerwald im Westen und vom Rhein im Osten entfernt.¹ Kurze Wege sind es zu unseren direkten Nachbardörfern Duttweiler (2 km im Osten), Gommersheim (1,2 km im Süden) und Hassloch (4,6 km im Norden)

¹Gemarkung von Geinsheim von Norbert Kästel





Einwohnerzahl:              1.882 (Stand November 2019)
Bevölkerungsdichte:     160 Einw./km²

Fläche:                             11,74 km²
Höhe:                               113 m ü. NN
Postleitzahl:                    67435
Vorwahl:                          06327



Der Gänsefuß im Wappen


Das Wappen der Gemeinde Geinsheim zeigt einen roten Gänsefuß mit goldenen Krallen im silbernen Wappenschild. Dieses Wappen wurde bis zur Eingemeindung zur Stadt Neustadt im Jahr 1969 geführt. Im Auseinandersetzungvertrag mit der Stadt Neustadt wurde u.a. festgehalten, dass die Gemeinde Geinsheim ihr Wappen weiter führen darf. Auch wenn es keine rechtliche Qualität mehr besitzt ist es noch immer unverkennbar mit dem Ort und seinen Einwohnern verbunden.

Nach dem ein Siegel seit (spätestens) 1744 existiert, wurde es mehrfach aufgrund von verschiedenen Herrschaften, Staatsformen, bzw. Verfassungen geändert. Schon immer enthielt das Siegel den Gänsefuß, zeitweise auch eine Gans. Aufgrund der alten Schreibweise von Geinsheim, wurde fälschlicherweise der Dorfname von dem Wort Gans, bzw. Gänsen hergeleitet. Im 19. Jahrhundert wollte der Reichsherold den Gänsefuß durch einen entwurzelten Baumstumpf ersetzen, weil er diesen für Vornehmer hielt. König Ludwig I. entschied jedoch, dass der Gänsefuß im Siegel bleiben soll.

Geinsheim – Einblicke in die Ortsverwaltung von Norbert Kästel


Das frühe Geinsheim


Die damalige Gemarkung wurde nach dem Sippenoberhaupt das es besiedelte, dem Gunzo benannt. Das Dorf hieß demnach Gunzinheim, die Siedlung Gunzingen und die Einwohner nannte man Gunzinge. Durchgesetzt hat sich dann der Name Gunzinheim und wurde über die Jahrhunderte von „Gensen“ über Ginsheim, Geusheim, Gynßheim, Gensheym, Geinßheim zu dem heutigen Geinsheim.¹
Aufgrund von Grabfunden weiß man, dass die Gemarkung bereits im 6./7. Jahrhundert besiedelt war. Die Keimzelle unseres Ortes war aber wohl etwas weiter östlich vom heutigen Ortskern.²

Tatsächliche urkundliche Beweise gibt es erst aus dem 8. Jahrhundert. Demnach wurde Geinsheim erstmals am 29. Juni 774 in einer Schenkungsurkunde im Kloster Lorsch erwähnt. Ein Edler namens Nevi schenkte zu seinem Seelenheil und das seiner Frau Herusinde der Benediktinerabtei Lorsch 30 Morgen Land in der Gunzinger Mark. ¹


¹Geinsheim in der Pfalz, Die Entwicklung des Ortsnamens von Norbert Kästel
²Geinsheim in der Pfalz, Von den Anfängen der Siedlung Geinsheim von Norbert Kästel






Eingemeindung zur Stadt Neustadt an der Weinstraße

Seit dem 7. Juni 1969 ist Geinsheim ein Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße. Nach dem die Pläne für eine Verbandsgemeinde fallen gelassen werden musste, wurden Geinsheim und sieben weitere Weindörfer eingemeindet. Unser Nachbardorf Duttweiler schloss sich 1974 ebenfalls an. Somit zählen 9 Weindörfer zum Stadtgebiet Neustadt. Im Auseinandersetzungvertrag wurde festgehalten, dass der Ortsname und das Wappen weitergeführt werden durften und die Zuständigkeit des Ortsbeirates wurde darin geregelt.

Dehäm in Goise - Jahresrückblick 2019




Geinsheims ältestes Gebäude


Im Ortskern, gegenüber der Ortsverwaltung und der kath. Kirche, in der Gäustraße 96, befindet sich eine große Hofanlage, in der sich im 18. Jahrhundert das „Gasthaus zum Löwen“ befand. Neben dem stolzen Haupthaus befanden sich auf dem Anwesen ein Fachwerkanbau, ein Nebenhaus, mehrere Wirtschaftsgebäude und ein Garten. Bis heute sind neben dem Wohnhaus das Nebengebäude und der Fachwerkanbau erhalten. Auf dem unteren Balken des Anbaus konnte die Jahreszahl 1683 und der Name Andreas Appel entziffert werden. Demnach hat der Besitzer des Gasthauses diesen Anbau errichten lassen. Das Wohnhaus aus der Barockzeit dürfte somit noch älter sein. Leider gibt es zu dessen Baujahr keine Angaben.

Im Jahr 1703 wurde in diesem Gebäude Theodor Friedrich Schneider, später Jesuit und einer der bedeutendsten katholischen Missionare Nordamerikas, geboren.



Geinsheims ältestes Gebäude


Im Ortskern, gegenüber der Ortsverwaltung und der kath. Kirche, in der Gäustraße 96, befindet sich eine große Hofanlage, in der sich im 18. Jahrhundert das „Gasthaus zum Löwen“ befand. Neben dem stolzen Haupthaus befanden sich auf dem Anwesen ein Fachwerkanbau, ein Nebenhaus, mehrere Wirtschaftsgebäude und ein Garten. Bis heute sind neben dem Wohnhaus das Nebengebäude und der Fachwerkanbau erhalten. Auf dem unteren Balken des Anbaus konnte die Jahreszahl 1683 und der Name Andreas Appel entziffert werden. Demnach hat der Besitzer des Gasthauses diesen Anbau errichten lassen. Das Wohnhaus aus der Barockzeit dürfte somit noch älter sein. Leider gibt es zu dessen Baujahr keine Angaben.

Im Jahr 1703 wurde in diesem Gebäude Theodor Friedrich Schneider, später Jesuit und einer der bedeutendsten katholischen Missionare Nordamerikas, geboren.

Viele weitere Informationen und Bilder zur Geinsheimer Geschichte finden Sie auf der Homepage des Vereins für Heimatpflege Geinsheim www.heimatverein-geinsheim-nw.de.
Öffnungszeiten der Ortsverwaltung:


Montag 14 - 17 Uhr
Donnerstag 8 - 12 Uhr

Adresse:


Gäustraße 83
67435 NW-Geinsheim

Kontakt:


Tel. 06327 - 973627 / -28
Fax 06327 - 5734
E-Mail: ov-geinsheim@stadt-nw.de